Zeit = Macht?
Gestern wurde eine Erinnerung in mir wachgerufen.
Ich war etwa 13 Jahre alt und hatte gerade im Matheunterricht gelernt:
Wenn a = b und b = c, dann ist a = c.
Ich habe daraus ein Wortspiel gemacht und bekannte Sprichwörter kombiniert:
Wenn
Zeit (a) Geld (b) ist
und Geld (b) Macht (c) ist,
dann ist Zeit (a) Macht (c).
Ich habe das meinem Vater erzählt, der ebenfalls Mathematiker war.
Er hat gelächelt und mir erklärt, dass man mathematische Logik nicht einfach auf Sprache und Leben übertragen kann.
Heute, mehr als 30 Jahre später, frage ich mich:
Wer hatte eigentlich recht?
Wir leben in einer Zeit, in der fast jeder dauergestresst ist.
Zeit für sich? Muss im Kalender stehen.
- Ferien? Viele lesen trotzdem Mails.
- Zeit mit den Kindern? Wird irgendwo dazwischen geschoben.
- Ja, Geld bedeutet Macht.
Aber es ist eine Macht, mit der man Dinge (oder Menschen) kauft.
Sie ist extern gesteuert.
Zeit hingegen ist eine ganz andere Form von Macht.
Eine sehr persönliche.
Wer lernt, Zeit wieder bewusst zu erleben, gewinnt etwas, das mächtiger ist als materieller Besitz: Zufriedenheit.
In meiner Coaching-Ausbildung habe ich selbst neu gelernt, Zeit bewusst zu genießen: Durch Achtsamkeit, Meditation und echte Pausen.
Heute gebe ich das weiter und begleite Menschen dabei, ihre Zeit wieder für sich zu nutzen, ohne ständig das Gefühl zu haben, ihr hinterherzujagen.
Welche Art von Macht möchtest Du haben?

